203 по немецкому языку за 11 класс  Будько А.Ф., Урбанович И.Ю.

№203 по немецкому языку за 11 класс Будько А.Ф., Урбанович И.Ю.

авторы: Будько А.Ф., Урбанович И.Ю.

учебник


Немецкий 11 класс Будько 2012 страница 203

„Frauen und Männer sind gleichberechtigt" - so steht es seit 1949 in der deutschen Verfassung. Damals konnte von gleichen Rechten noch keine Rede sein. Aber wie sieht es heute aus? In welchen Bereichen sind Frauen in Deutschland gleichberechtigt und wo gibt es noch Defizite?

In den 50er Jahren dominierte die Hausfrauen-Ehe: der Mann ging arbeiten und die Frau kümmerte sich um Haushalt und Kinder. Der Mann dominierte und die Frau war von ihm abhängig. Heute ist die Situation anders. Männer beteiligen sich an der Hausarbeit und Betreuung der Kinder. Inzwischen nutzt sogar jeder fünfte Vater in Deutschland das so genannte Elterngeld. Das Geld bekommt der Elternteil, der nach der Geburt mit dem Baby zu Hause bleibt - egal, ob es die Mutter oder der Vater ist. Die meisten Väter bleiben nur zwei Monate zu Hause, aber es ist ein Signal für mehr Gleichberechtigung.

Eine gute Ausbildung ist heute für Frauen genauso selbstverständlich wie für Männer. In den Bereichen Schule und Studium dominieren sogar Mädchen. An den Gymnasien gibt es mehr Schülerinnen als Schüler. Junge Frauen bekommen im Durchschnitt bessere Noten und höhere Abschlüsse. An den Universitäten studieren mehr Frauen als Männer. In den Studienfächern ist der Anteil der Studentinnen ungleich. In Sprach- und Kulturwissenschaften ist der Frauenanteil am höchsten, in Ingenieurwissenschaften am niedrigsten. In den Bereichen Technik und Naturwissenschaften wollen Frauen in der Zukunft nachholen.

Frauen werden im Berufsleben in Deutschland benachteiligt. Im Durchschnitt verdienen sie 23 Prozent weniger als Männer. In Deutschland gibt es kaum weibliche Chefs. Ein Grund dafür ist, dass sich Frauen noch immer stärker um Familie und Haushalt kümmern als Männer. Kritiker fordern deshalb, den Frauen zu helfen, Karriere und Familie besser zu harmonisieren - zum Beispiel durch ein größeres Angebot an Kinderbetreuung oder die Einführung von Frauenquoten.

In der Politik machen Frauen häufiger Karriere als in der Wirtschaft. In der Regierung gibt es eine ganze Reihe Ministerinnen und Abgeordnete im Bundestag. Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist eine Frau.

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