Die Belarussen tragen ihr Tschernobyler Kreuz

Чернобыльский крест белорусов - тема по немецкому языку

Unsere Erde ist sehr schon und reich. Schon sind ihre Walder, Felder, Seen, Tier- und Pflanzenwelt. Aber in den letzten Jahrzehnten begann sich die Umwelt auf die Erde schnell zu verandern. Es gibt nicht mehr genug Wasser zum Trinken, weil viele Flusse schon fast tot sind. Die Umwelt wird sehr oft von Menschen verschmutzt. Infolge des technischen Forschrittes entwickeln sich immer mehr neue Industriezweige, neue Technologien. Industriestadte entwickeln sich sehr schnell, und die Autos verschmutzen auch die Luft. Es gibt auch andere Grunde, warum sich die okologische Situation die ganze Zeit verschlechtert.

Im April 1986 wurde der ukrainische Ort Tschernobyl uber Nacht weltbekannt. Am 26. April 1986 wurde der Reaktor Nummer 4 des Atomkraftwerkes Tschernobyl das Hundertfache seiner Nennleistung. Die Brennstabe barsten, eine gewaltige Explosion hob das Dach des Gebaudes hoch, blaurotliche Flammen erhellen den Nachthimmel, tonnenweise hochradioaktive Brennstoffe wurden emporgeschleudert. Eine radioaktive Staubwolke driftete um die Welt, legte sich auf Walder, Felder, Stadte, Dorfer, vergiftete Menschen, Tiere und Pflanzen. Wenige Tage nach der gro?ten Katastrophe erteilte die damalige sowjetische Fuhrung den Katastrophenmanagern den Auftrag, die folgen der Katastrophe zu liquidieren, d.h. den Reaktor zu begraben und die Strahlenschaden soweit wie moglich zu beseitigen.

Der Unfall von Tschernobyl ist nach seinem Ausma? der Folgeschaden auf unserem Planeten eine der gewaltigsten Katastrophe in der Geschichte der Menschheit. Mehr als 70 % des Territoriums Wei?russlands sind von der Katastrophe betroffen. Uber 500 Dorfer in der Umgebung von Gomel und Mogiljow sind mit Casium 137, Strontium und Plutonium verseucht. Es gibt heute eine Karte, in der die betroffenen Gebiete als „abzusiedelnde" Regionen oder Sperrzonen gekennzeichnet sind. In 530 Ortschaften wird der zulassige Wert der radioaktiven Bestrahlung fur Milch um das Zehnfache uberschritten. Die Kinder trinken immer noch in den verseuchten Zonen radioaktiv belastete Milch.

Es gab damals im ganzen Land keine geeignete Schutzkleidung, keine Geigerzahler. Damals gab es keine Kontrolle der Verstrahlung, die Menschen fingen an, krank zu werden und zu sterben.

Bei der Explosion in Tschernobyl wurden 520 verschiedene Radionuklide freigesetzt, darunter auch so langlebige wie Plutonium. Auch radioaktives Jod war Hauptquellen der Strahlenbelastung. Die Arzte konstatieren an Kindern eine als „Tschernobyl-AIDS" bezeichnete Immunschwache. Genetische Veranderungen, Blutarmut, Halsentzundung, Zuckerkrankheit treten verstarkt 2- bis 4-mal auf. Es werden Todesfalle durch Krebs registriert, besonders haufig werden bei Kindern Schilddrusenkrebs diagnosziert.

Nach dem Reaktorunfall haben wir auch eine neue Krankheit – Radiophobie.

Schwer betroffen ist auch Tier- und Pflanzenwelt in Wei?russland. In den verseuchten und verschmutzen Territorien erblinden Haustiere, Katzen werden taub, bei Pferden und Kuhen steigt die Zahl der Missgeburten, die Baume entwickeln sich zwergwuchsig oder explodieren zu den riesigen Formen. Der Strich der Natur ist zerbrochen. Tausend Jahre blitzte die Natur den Menschen verfuhrerisch an. Heute gehen wir fremd an den reifen Erdbeeren, an den prachtigen Pilzen in den verseuchten Waldern und Feldern vorbei. Alles ist verboten. Das ist die Tragodie von Tschernobyl.

Die Belarussen sind ein stilles und stolzes Volk. Ohne Hysterie tragen sie ihr Tschernobyler Kreuz so, wie sie auch das Kreuz des Krieges getragen haben. Je weiter wir uns von dem 26. April entfernen, desto gro?er wird die Gefahr, denn mit jedem tag schlucken wir mehr Radioaktivitat. Die Radioaktivitat kennt keine Vergangenheit, sie kennt nur das Heute, Morgen und Ubermorgen… Sie scheut sich weder jung noch alt und besonders gern fuhlt sie sich bei den Kindern zu Hause. Die Nation ist in Gefahr. Vielleicht ist es nicht zu spat. Wir konnen noch unsere Erde retten, sonst fragen unsere Kinder in 20 Jahren „Was ist das der Wald, der Fluss". Wir brauchen dazu internationale Anstrengungen und, meiner Meinung nach, jeder einzelne Mensch muss seinen Beitrag leisten. Dann konnen wir die Situation ein bisschen, aber verbessern, nicht wahr?

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