Pinsk

Пинск - тема по немецкому языку

Vor langer, langer Zeit, als es, wie berichtet wird, Pinsk noch nicht gab, vergrub ein reicher Mann, als sein Tod nahe kam, seine Schatze in der Erde. Es war viel Gold und alle moglichen wertvollen Sachen. Die Menschen begannen sodann, nach dem Schatz zu suchen. Das erfuhr Gott, und er hatte die Befurchtung, dass die Menschen das Gold finden wurden und daraus viel Unheil entstehen konnte. Deshalb verwandelte er alle Felder hinter dem Dorf in Sumpf, auf dem man keinen einzigen Schritt tun konnte…

Das ist naturlich eine Legende. Aber die Stadt befindet sich tatsachlich in der Ebene, und zwar im Gebiet des belarussischen Polesje. Hier ist ein dichtes Netz von kleinen Flussen und Seen: der Pripjat und seine Nebenflusse Jaselda, Pina, Bobrik und Wisliza, der Pogost-See und der Polesje-See. Im Pinsker Bezirk befindet sich auch der beruhmte Oginskij-Kanal, der einst von dem Hetmanen Oginskij angelegt wurde. Wie bei so vielen belarussischen Stadtenamen, stammt die Bezeichnung der Stadt Pinsk von dem Fluss. Pinsk entstand an der Stelle des Zusammenflusses der Pina mit dem Pripjat.

Unweit des Flusses Pina entstand die erste Siedlung. Ausgrabungen von Archaologen lassen ein Bild von einer Stadt aus Holz entstehen, die mit Wallen und Graben befestigt war, einer Stadt mit bedeutenden Handels- und Kulturverbindungen.

Die Stadt wurde im Jahre 1097 gegrundet. Im Jahre 1581 erhielt Pinsk das Magdeburger Stadtrecht; sein Wappen: ein goldfarbener Bogen mit einem Pfeil und gespannter Sehne auf dem roten Hintergrund eines Schildes.

Die Namen der ersten Fursten von Pinsk sind Jaroslaw und Jaropolk. Das 13. Jahrhundert nennt die Namen Wladimir und Rostislaw. Und zwei Herrscherin von Pinsk bekannt: Die Furstin Marija und die Konigin Bona.

Pinsk ist eine uralte Stadt. Diese Stadt hat viele Sehenswurdigkeiten. Was die Zahl der erhaltenen Architekturdenkmaler und alten Gebaude betifft, so nimmt heute Pinsk hinter Grodno den zweiten Rang in Belarus ein.

Das Zentrum der Stadt bildet der Leninplatz. Hier befindet sich fruhere Jesuiterkloster. Es wurde im Jahre 1675 aus dem Ziegel gebaut. Im Jahre 1939 wurde das Kloster stark zerstort. Dann wurde es wieder aufgebaut, aber nicht vollstandig. Dieses Kloster ist das Denkmal der Architektur von Renessans und Barokko. Heute im Jesuiterkloster befindet sich ein Museum fur Natur und Landskunde von Polessje, eine Bildergalerie und eine Choreografieschule. Und daneben ist das Lenindenkmal. Am Leninplatz gibt es auch ein moderner Kulturpalast aus Glas und Beton.

Wenn man durch die Leninstra?e fahrt, sieht man ein Franziskanerkloster. Es wurde im Jahre 1396 von dem Fursten Swidrigajlo gegrundet. Innen wird das Kloster mit der holzernen Skulptur geschmuckt. Im Kloster gibt es eine Orgel. Das Franziskanerkloster ist eine der schonsten Gebaude der Stadt.

Nachstes Denkmal der Architektur ist das Butrimowitsch-Palais. Es sieht neben dem modernen Hochhaus-Hotel ganz klein aus. Doch eine aufmerksame Betrachtung lohnt sich. Seine dorischen Saulen vermitteln ein Gefuhl der Perspektive. Besonders schon ist der ovale Saal, der gleichsam auf die Terrasse hinausragt. Nach dem Gro?en Vaterlandischen Krieg war hier das Kino, dann ein PIonerhaus.

Nach der Teilung der Rzecz Pospolita mu?ten auch hier, im Pinsker Gebiet, Kirchen Veranderungen uber sich ergehen lassen. Z. B. wurde die Kirche der Bernhardiner, die 1786 erbaut wurde, zur Barbarakirche (Warwarinskaja zerkow). Diese ziemlich einfache Kirche hat eine schone Hauptfassade im Barockstil. Hier gibt es Nischen und Girlanden, auch Karniese. In der Kirche selbst wird aber eine alte Ikone aus dem XVI. Jh. aufbewahrt: die Ikone der „Gottesmutter von Jerusalem".

In dem alten Vorort von Pinsk – Karolin steht die Karl-Baromej-Kirche. Heute befindet sich im Kloster Konzertsaal. Hier finden die Konzerte der Kammermusik statt. Es ist nicht gro?, aber ein sehr schones Gebaude.

In der Perwomajskajastra?e steht das Ehrenmal der belorussischen Partisannen. Neben dem Ehrenmal gibt es die Allee des Ruhms. Unweit der Allee befindet sich noch ein Kulturpalast.

Unvergleich schon ist auch die Natur des Polesje-Gebietes selbst, seine Sprache, seine Lieder, seine Traditionen. Die Kleidung der Frauen hat hier einen besonderen Zauber bewahrt, wie auch das Backen von Karawaj (gro?es rundes Brot).

Heute ist Pinsk eine moderne Industriestadt. Hier gibt es viele Betriebe, Werke und Fabriken. Pinsk ist eine Stadt der Jugend. Hier gibt es 7 Fachschulen, 1 Hochschule, 3 Gymnasien, 15 Mittelschulen, viele Kindergarten und Krippen.

In den 1912-1914 lebte hier der belorussische Dichter und Schriftsteller J. Kolas. Im Dorf Pinkowitschi gibt es das Museum von J. Kolas. Hier verbrachte einige Jahre ihres Lebens die mutige Tochter des belarussischen Volkes Wera Chorushaja.

Pinsk ist jung, grun, sauber und wird immer wieder schoner. Die Bewohner sorgen fur die Stadt und sie sind auf Pinsk sehr stolz

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