Die Kunst ist die universelle Sprache der Menschheit. „Die Sprache der russischen Malerei"

Искусство – универсальный язык человечества. Язык русской живописи - тема по немецкому языку

Die Menschen suchten schon immer nach allgemeiner Harmonie und gegenseitiger Verstandigung. Nie gaben sie die Hoffnung auf, einander zu verstehen trotz aller sprachlichen Barrieren. Sie schufen dazu sogar eine neue Sprache, die sie Esperanto nannten.

Die Sprache der Kunst aber war den Menschen schon in der Urzeit bekannt. Durch die Kunst versuchten die Urmenschen, die Wirklichkeit und gesellschaftliche Verhaltnisse auf verstandliche und allen zugangliche Weise widerzuspiegeln. Die Kunst ist eine Form der menschlichen Erkenntnis. Sie spricht den Menschen an, bildet ihn. Die Kunst ist auch ein Erzieher, der seine Schuler eint und zum Schopfertum anregt.

Die Kunst ist eine zusammenfassende Bezeichnung fur Literatur, Bildhauerei, Malerei, Musik, Tanz, Film, Theater, Architektur. Viele Wege fuhren zum Kunsterlebnis. Die Palette der Moglichkeiten ist so reich, dass jeder wahlen kann, was ihn am tiefsten trifft. Man kann schone Bucher lesen, Musikinstrumente spielen lernen, Gemaldegalerien besuchen, z.B. Ermitage und Tretjakow-Galerie.

Ermitage ist der Name des Staatlichen Museums in Leningrad. Diese Kunstsammlung entwickelte sich zu einem der gro?ten und bedeutendsten Kulturgeschichts- und Kunstmuseen der Welt. Durch einige Expeditionen, Ausgrabungen und Veroffentlichungen entwickelte sie sich au?erdem zu einem bedeutenden Forschungszentrum. In der Ermitage befinden sich Abteilungen der russischen Kulturgeschichte, der Lander des Ostens, wertvolle Sammlungen der griechischen und romischen Antike, eine Gemaldegalerie und reiche Plastikbestande.

Die Tretjakow-Galerie ist eine gro?artige Sammlung von Bildern russischen und sowjetischen Malern. Die Tretjakow-Galerie wurde 1856 von dem Kaufmann Pawel Tretjakow gegrundet. Tretjakow war ein gro?er Patriot seiner Heimat und war bestrebt ein Museum demokratischer nationaler Kunst zu schaffen. Er sammelte Kunstwerke mit dem Ziel seine Sammlung dem russischen Volk zu schenken. Spater ubergab er die Galerie der Stadt Moskau als Geschenk.

Die 2.Halfte des 19.Jahrhunderts war die Periode eines gewaltigen Aufschwungs der russischen Malkunst. In dieser Zeit begann eine ganze Generation von Malern ihren Kampf fur eine demokratische realistische Kunst. Die fuhrenden Maler jener Zeit vereinigten sich zu der sogenannten „Genossenschaft fur Wanderausstellungen" (Peredwishniki). Zu dieser Genossenschaft gehoren Kramskoj, Perow, Schischkin, Sawrasow, Repin, Surikow. Die russischen Maler jener Zeit zeigten in ihren Gemalden die Kraft und Lebenswei?heit des Volkes, seine geistige Reichtum.

Der Grundsatz der Wanderkunstler folgten in ihren Schaffen Weisungen des russischen Kritikers Belinski, der sagte: „Nehmt der Inhalt fur eure Gemalde in der euch umgebenden Wircklichkeit und schmuckt sie nicht aus, schildert sie so, wie sie ist".

Das Schaffen der Wanderkunstler war von tiefer Heimatliebe durchdrungen, es trug zur Starkung des Nationalgefuhls des Russen, zum Wachstum ihrer Selbsterkenntnis bei.

Der ideologische Fuhrer der Wanderkunstler war Kramskoj. Zu seinen bekanntesten Gemalden gehort das Bild „Untrostliche Kummer". Einer der hervorragenden Vertreter der realistischen Kunst jener Zeit war Perow. Auf dem Bild „Trojka" schildert er das schwere Schicksal der Kinder. Einer der gro?ten russischen Portrat- und Historien-Maler war Repin. Zu seinen besten Werken gehoren „Iwan der Schrecklichste und sein Sohn", „Die Zoporojer". Die Gemalde von Surikow z.B. „Die Bojarin-Morosowa", „Stepan Rasin" erzahlen vom historischen Schicksal des russischen Volkes, von seinem Kampf, Heldentaten und Leiden.

Die Gemalde Viktor Wasnezows gehoren von unserer fruhen Kindheit an zu unserem geistigen Besitz. Sie rei?en uns in ihren Bann durch ihre ungewohnlichen Gestalten und Motive. Als erster unter den russischen Malern der 2.Halfte des 19.Jahrhunderts entdeckte Wasnezow die Schonheit des russischen Volksmarchens und der Volkssage. Er sah darin mit Recht die Verkorperung der Volksideale. „Die Recken" sind Wasnezows Hauptwerk. Das Sujet des Gemaldes ist nicht als Illustration zu einer konkreten Episode aus dem Bylinen-Epos gedacht. Es ist viel mehr gestellt: die Recken verallgemeinert darzustellen, sie als Beschutzer des Volkes, als Trager der Idee zu zeigen. Bei der Formulierung des Titels fur das Gemalde schrieb Wasnezow: „Die Recken Dobrynja, Ilja und Aljoscha Popowitsch sind zur Wacht hinausgeritten, sie halten um weiten Ausschau, ob ein Feind sich zeigt, ob jemandem Unrecht geschieht. Jeder Recke hat eine unverwechselbare individuelle Charakteristik bekommen, verkorpert aber zugleich diesen oder jenen Zug des Nationalcharakters. Der Bauernsohn Ilja ist arglos und offenherzig, der Drushinnik Dobrynja – ein Hitzkopf und Draufganger und der schlaue Aljoscha ist zugleich ein gemutsvoller Jungling.

Jede Begegnung mit einem Kunstwerk ist ein sehr personliches Erlebnis, das uns aber zu gemeinsamen ethischen Normen fuhrt. So wachst aus der Vielzahl individueller Erlebnisse das gemeinsame Erlebnis der Kunst, in dem ein hoher gemeinschaftsbildender Wert liegt.

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