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Wie denken Eltern eigentlich über ihre Kinder? Und was empfindet in solchen Momenten die Tochter oder der Sohn?

Elisabeth, 54 Jahre:

Markus hat in Bayreuth seine Ausbildung zum Fachlehrer begonnen. Am letzten Abend daheim haben wir noch alle zusammen Abend gegessen. Um halb acht stand unser Nachbar vor der Tür, der Markus mit nach Bayreuth nehmen wollte. Als das Auto losfuhr — das war ein komisches Gefühl. Alle meine Ängste kamen hoch. Schafft Markus das? Kommt er mit dem Alleinsein klar? Aber es war sein Entschluss. Andererseits ist es gut, dass er jetzt selbstständig wird. Markus kann es. Ich traue ihm zu, dass er diesen Schritt gut schafft.

Als Markus kam, hat er gleich beim Kochen geholfen; das war früher nicht so. Dann hat er von seinen Lehrern und Mitschülern erzählt. Ich denke, es ist für Markus schwieriger als für mich. Weggehen ist immer schwerer als in der gewohnten Umgebung zu bleiben. Ich glaube, das Alleinsein wird ihm wehtun. Für meinen Mann und mich ändert sich weniger. Wir haben uns noch was zu sagen. Es ist sehr schön, nur wir zwei, und auch wieder ganz neu. Unter der Woche können wir jetzt für uns alleine planen und unternehmen, was wir wollen.

Markus, 17 Jahre:

Am Abend standen meine Eltern und mein Bruder auf der Straße, als ich abgeholt wurde, und wollten die große Verabschiedung anfangen. Nur, weil ich jetzt unter der Woche in Bayreuth wohne! Da habe ich ihnen gesagt: „Hey, Leute, ich komme am Freitag wieder!" Am Freitag hatte ich frei. Aber ich bin nicht heimgefahren. Ich hatte auch nicht so das Bedürfnis. Daheim nerven die Eltern und ich muss bei den Arbeiten mithelfen ... Da bin ich lieber in die Stadt bummeln gegangen. Ich habe es genossen, allein zu sein.

Am nächsten Freitag bin ich nach Hause gefahren. Meine Eltern haben sich gefreut, dass ich wieder da bin. Dabei war ich ja nicht lange weg. Vermutlich haben sie mich mehr vermisst als ich sie. Aber es war schön, wieder vertraute Menschen um sich zu haben. Das Essen daheim habe ich plötzlich ganz anders geschätzt! Ich habe dann mitgeholfen abzutrocknen, Rasen zu mähen, zu putzen. Das fand ich gar nicht schlecht, weil man da merkt, dass man zu Hause noch gebraucht wird.

2. Finden Sie den Abschnitt, wo Markus den Abschied von den Eltern beschreibt, und lesen Sie ihn vor.

3. Antworten Sie auf folgende Fragen:

1) Was empfand die Mutter, als Markus wegfuhr?

2) Warum meint Elisabeth, dass der Abschied von der Familie für Markus schwieriger war als für die Eltern?

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