материалы к экзамену по немецкому языку для Беларуси

Текст 3 Meine Frau, die bleibt zu Hause

Timo hat gerade seinen siebzehnten Geburtstag gef eiert. Er besucht ein Gymnasium.

Über die Zukunft der Frau, die er einmal heiraten wird, hat er schon ganz genaue

Vorstellungen.

— Timo, du möchtest Jurist werden, heiraten und vier Kinder haben. Was ist, wenn deine zukünftige Frau der Meinung ist, dass du die Kinder großziehen sollst?

— Dann ist das nicht meine zukünftige Frau.

— Ach so.

— Ja. Die Frau, die ich mal heirate, bleibt zu Hause, bei unseren Kindern.

— Und warum du nicht?

Die Mutter ist die Mutter. Ich finde das überhaupt ziemlich schlimm, wie die Frauen heute über ihre Kinder sprechen. Wie über Autos.

— Was meinst du damit?

— Ja. So. Naja, wie ich gesagt habe: Park' ich mal mein Kind für fünf Stunden im Kindergarten. Nur, damit die richtige Mutter sich mit ihren Freundinnen treffen kann. Oder arbeiten geht. Wozu? Braucht sie oft gar nicht. Dann lässt sie ihre Kinder im Stich.

— Was findest du daran nicht gut?

— Das ist, ja, irgendwie herzlos. Aber ich weiß, wovon ich rede. Ich habe noch Geschwister. Und meine Mutter will jetzt wieder in ihren Beruf. Meine Schwester wird vier. Die ist seit einem Jahr im Kindergarten. Das ist nicht gut für sie. Sie ist zu klein.

— Was macht deine Mutter denn?

— Ach. Sie war mal in der Sonderpädagogik. Jetzt geht sie erst mal als Gasthö¬rerin an die Uni.

— Und das passt dir nicht?

— Ja, genau. Warum kümmert sie sich nicht um ihre eigenen Kinder?

— Du wirst auch bald zur Universität gehen, um Jura zu studieren.

— Das ist doch was ganz anderes.

— Findest du?

— Ich habe ja mein Leben noch vor mir. Ich muss meine Zukunft planen.

— Wie alt ist deine Mutter?

— Hm, so wie Sie? Vielleicht ein bisschen jünger? 39 Jahre, glaube ich.

Du willst nicht, dass deine Mutter nun etwas ganz anderes machen will. So etwas wie du zum Beispiel?

— Wie ich? Wieso ich?

— Zur Uni gehen und studieren. Sich auf ihre Zukunft vorbereiten.

— Aber sie hat doch uns.

— Warum sollte es deiner kleinen Schwester schlecht bekommen, in den Kindergarten zu gehen?

— Sie weint manchmal. Bei mir ist meine Mutter zu Hause geblieben. Das war besser für mich. Das Kind braucht die Mutter.

2. Finden Sie den Abschnitt, wo Timo seine Familie beschreibt, und lesen Sie ihn vor.

3. Antworten Sie auf folgende Fragen:

1) Welche Pläne hat Timos Mutter?

2) Wünscht sich Timo eine berufstätige Frau? Warum (nicht)?

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