материалы к экзамену по немецкому языку для Беларуси

Текст 12 Hilfe am Mädchentelefon

In einem neuen Projekt beraten Mädchen Gleichaltrige bei Problemen.

Es ist Mittwoch, 17.00 Uhr. Sarah und Michi werfen ihre Taschen und Jacken auf einen Stuhl. Sie holen ein Kästchen mit Karteikarten und einen Protokoll- Block aus dem Regal. Sarah bringt zwei Tassen Kaffee und stellt sie auf die Schreibtische. Hier werden die Mädchen in den nächsten beiden Stunden sitzen. Auf jedem der Tische steht ein Telefon. Nach kurzer Zeit klingelt es auch schon: „Mädchentelefon Pro Familia, Sarah, hallo!", meldet sich Sarah. Am anderen Ende der Leitung meldet sich ein Mädchen, das glaubt, es ist zu dick. Deshalb traut es sich kaum noch etwas zu essen. An anderen Tagen wiederum „frisst es den Kühlschrank leer". Das Mädchen ist darüber sehr unglücklich.

Sarah stellt Fragen und versucht herauszufinden, warum das Mädchen diese Ess-Probleme hat. Bald bekommt sie es heraus: Der Bruder des Mädchens hat seine Schwester ständig geärgert und ihr gesagt, dass sie zu dick ist. „Bald habe ich das geglaubt", meint die Anruferin, „und dann wollte ich immer dünner werden." Sarah bespricht das Problem mit dem Mädchen. Außerdem gibt sie ihr die Adresse einer Ernährungsberaterin. Nach 15 Minuten ist das Gespräch beendet. Sarah meint: „Ich glaube, ich konnte ihr ein bisschen helfen."

Sarah und Michi gehören zu einer Gruppe von acht Schülerinnen im Alter von 17 und 18 Jahren. Sie beraten gleichaltrige und jüngere Mädchen am Telefon. Es geht meistens um Fragen zu Liebe, Freundschaft, Jungs, Zärtlichkeit. Dieses Projekt ist in Deutschland bisher einmalig. Sarah erklärt JUMA* den Sinn des Telefondienstes: „Die Idee unserer Projektleiterin war, dass wir Mädchen viel besser Probleme mit Gleichaltrigen besprechen können als eine erwachsene Frau. Also hat die Projektleiterin nach Mädchen gesucht, die ohne Bezahlung eine Telefonberatung für andere Mädchen machen wollten. Daraufhin haben wir uns gemeldet." Die Mädchen haben Schweigepflicht. Namen oder Adressen der Anruferinnen dürfen sie nicht nennen. „Das muss auch so sein. Schließlich ruft niemand an, wenn sein Name nachher überall weitererzählt wird", meint Michi. „Das hier ist eine anonyme Beratung."

2. Finden Sie den Abschnitt, wo die Gründe für die Ess-Probleme einer der Anruferinnen beschrieben werden. Lesen Sie diesen Abschnitt vor.

3. Antworten Sie auf folgende Fragen:

1) Worin besteht der Sinn des Projekts „Mädchentelefon Pro Familia"?

2) Warum verraten die Mädchen niemandem die Namen der Anruferinnen?

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